Umgang mit Patientendaten

Diese App unterstützt Sie im Einsatz bei der sprachlichen Verständigung mit Patientinnen und Patienten. Die dabei erfassten Antworten sind besonders sensible Gesundheitsdaten im Sinne des Art. 9 DSGVO. Bitte beachten Sie die folgenden Grundsätze, damit Sie diese Daten verantwortungsvoll und rechtssicher handhaben.

1. Patientennamen anonymisieren

Speichern Sie Sitzungen nicht unter dem Klarnamen. Nutzen Sie stattdessen eine einsatzbezogene Kennung, z. B. „Einsatz 2.7., 13:17 h" oder Ihre offizielle Einsatznummer. So können Sie die Sitzung Ihrer Dokumentation zuordnen, ohne den Namen des Patienten im System zu hinterlegen.

2. Datensparsamkeit im Einsatz

Nehmen Sie nur die Antworten auf, die Sie für die Anamnese und Einsatzdokumentation tatsächlich benötigen. Verzichten Sie auf Aufzeichnungen zu Themen, die für die Versorgung nicht relevant sind.

3. Antworten nach der Dokumentation löschen

Löschen Sie die aufgenommenen Antworten unter „Meine Patienten", sobald Sie die Einsatzdokumentation im Einsatzleit- oder Klinikinformationssystem abgeschlossen haben. Die App ist ein Übersetzungswerkzeug – sie ersetzt nicht die reguläre Patientenakte.

Zur zusätzlichen Absicherung werden alle Patientenantworten automatisch 14 Tage nach Erfassung aus der App gelöscht. Diese Frist ist eine Sicherheitsnetz-Funktion, keine Aufbewahrungsdauer für Ihre Dokumentation.

4. Keine Weitergabe an Dritte

Geben Sie Patientenantworten und sonstige in der App erhobene Patientendaten nicht an Dritte weiter – weder per Screenshot, Sprachnachricht, Messenger, E-Mail noch über soziale Netzwerke. Eine Weitergabe medizinischer Informationen erfolgt ausschließlich über die dafür vorgesehenen dienstlichen Kanäle (z. B. Übergabe an die aufnehmende Klinik, Einsatzdokumentation, Leitstelle).

5. Gerät und Zugang absichern

  • Verwenden Sie ein starkes Passwort für Ihr App-Konto und teilen Sie es nicht.
  • Sichern Sie das Endgerät (Smartphone, Tablet) mit Bildschirmsperre, PIN oder biometrischer Entsperrung.
  • Melden Sie sich am Ende Ihres Dienstes aus der App ab, insbesondere auf gemeinsam genutzten Dienstgeräten.
  • Nutzen Sie nach Möglichkeit dienstlich bereitgestellte Geräte statt privater.
  • Verwenden Sie die App nicht in ungesicherten öffentlichen WLAN-Netzen ohne dienstliches VPN.

6. Umgang mit dem Bildschirm im Einsatz

Halten Sie den Bildschirm so, dass Unbeteiligte (Angehörige, Umstehende, weitere Patienten) keine Antworten mitlesen können. Nutzen Sie – wenn vorhanden – einen Blickschutzfilter.

7. Aufklärung und Zustimmung des Patienten

Informieren Sie die Patientin bzw. den Patienten – soweit die Einsatzlage dies erlaubt – kurz darüber, dass Sie eine Übersetzungs-App einsetzen und die Antworten zur Dokumentation vorübergehend gespeichert werden. Bei bewusstseinsklaren Patienten sollten Sie im Rahmen der ohnehin erforderlichen Anamnese-Aufklärung eine formlose Zustimmung einholen.

8. Keine Diagnose- oder Entscheidungsgrundlage

Übersetzungen können ungenau sein. Verlassen Sie sich bei kritischen Entscheidungen nie allein auf die App. Verifizieren Sie sicherheitsrelevante Angaben (Allergien, Medikation, Vorerkrankungen) nach Möglichkeit über weitere Quellen (Notfallausweis, Angehörige, Klinik-Rückfrage).

9. Rechte der betroffenen Personen

Patientinnen und Patienten haben nach DSGVO das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung der zu ihrer Person gespeicherten Daten. Da die Sitzungen in Ihrem Konto liegen, sind Sie als behandelnde Fachkraft für die Umsetzung dieser Rechte gegenüber dem Patienten mitverantwortlich. Löschen Sie Sitzungen auf Anfrage unverzüglich über „Meine Patienten".

10. Meldung von Datenschutzvorfällen

Sollte es zu einem Datenschutzvorfall kommen (z. B. Geräteverlust mit aktiver Sitzung, unbefugter Zugriff auf Ihr Konto), informieren Sie umgehend Ihren Datenschutzbeauftragten bzw. Ihre Dienststelle und ändern Sie Ihr App-Passwort.